Anschlüsse
Schnittstelle zum Rechner
Wer Videomaterial am Computer bearbeiten will, muss darauf
achten, dass die Kamera einen firewire-Ausgang (auch i-link oder IEEE 1394 genannt) hat.
Wenn das Material wieder aus dem Rechner rausgespielt werden soll, wird ein firewire-Eingang
benötigt. (Das haben nicht alle Kameras!)
Die Übertragung von digitalem Videomaterial von
der Kamera zum Rechner funktioniert auch mit einem USB Kabel, dazu wird aber spezielle
Software benötigt.
Die digitale Datenübertragung liefert die beste Qualität; Bild- und Toninformation
bleibt digital und verändern sich nicht. Darum auf den firewire-Anschluss achten!
Composite Video in/out
Viele Kameras haben einen analogen Composite (AV)-Ausgang.
Damit kann die Kamera direkt an einen Fernseher angeschlossen werden (eventuell über einen
Videorecorder). Es ist nicht nur nett, sich seine Aufnahmen direkt auf grossem Bildschirm anzuschauen,
sondern auch praktisch beim Sichten des Materials (vor allem, wenn mehrere Leute an der Szenenauswahl
für den Schnitt beteiligt sind.) Für die Verbindung zwischen Composite und Scart gibt es im
Handel gängige Adapter.
S-Video-in/out
Ein weiterer analoger Ein- bzw. Ausgang ist der S-Video-Anschluss.
Dieser liefert eine bessere Qualität als Composite. Mit einem S-Video-Eingang kann analoges
Videomaterial digitalisiert werden. Viele Videorecorder und analoge Kameras haben zwar keinen
firewire-Ausgang, aber einen S-Video-Ausgang. Mit einem entsprechenden Kabel kann das Material
dann auf eine digitale Kamera mit S-Video-Eingang überspielt werden. Danach kann das
Material über den firewire-Ausgang in den Rechner eingespielt werden.
Wenn der Rechner einen S-Video-Eingang hat, ist es natürlich
auch möglich, analoges Videomaterial direkt in den Rechner einzuspielen. Der S-Video-Eingang
kann mit einer Video-Bearbeitungskarte auch nachträglich in den Rechner eingebaut werden.
Mikrofon/Kopfhörer
Eine Kamera sollte einen Mikrofon-Eingang haben, weil das interne
Kamera-Mikro nicht für alle Zwecke ausreicht. Bei Interviews nimmt das Kamera-Mikro z.B.auch
störende Geräusche aus der Umgebung auf. Mit einem externen Mikro lässt sich der
Ton viel zielgerichteter einfangen. Darüberhinaus gibt es auch verschiedene Arten von Mikrofonen
(siehe Ton) für verschiedene Einsatzbereiche. Mit einem Mikrofon-Eingang lässt sich also
viel flexibler arbeiten.
Ein Kopfhörer-Eingang ist nötig, um den aufgenommenen Ton während der Aufnahme
zu kontrollieren. Bei manchen Kameras (vor allem in der gehobeneren Preisklasse) kann der Ton auch
manuell ausgeregelt werden.
Bildstabilisator
Die meisten digitalen Kameras haben mittlerweile einen Bildstabilisator.
Diese Funktion verringert das Wackeln von Aufnahmen. Es ist meistens ratsam, diese Funktion einzuschalten.
Bei Schwenks und Aufnahmen mit dem Stativ kann die Funktion besser abgeschaltet werden, da die Kamera
sonst langsamer auf Veränderungen vor der Linse reagiert.
Short Play/Long Play
Viele Kameras haben die Möglichkeit, die Laufzeit eines Tapes zu
verdoppeln; dafür gibt es die Short play/Long Play-Taste. Die Verdopplung der Laufzeit eines Tapes
ist allerdings nicht empfehlenswert, weil dann viele Dropframes auftauchen können und die
Bildqualität schlechter wird.
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